Gabi's Ausstellungen
Ich stelle meine Bilder, Plastiken, Collagen und Handarbeiten aus. "Kunst soll das Publikum erreichen! Das Publikum soll die Kunst nicht suchen!" - Dies ist meine Philosophie.
Jeder Mensch ist schließlich in seiner ureigenen Weise ein Künstler, jeder ist in einer ganz persönlichen Weise kreativ. Jeder Mensch fühlt sich von ganz individuellen Farben und Formen angesprochen und angezogen und jeder Mensch ist neugierig. Aber nicht jeder Mensch sucht die Kunst. Vielmehr entdecken wir Kunst. Manchmal tun wir das bei einem Besuch einer Galerie; manchmal entdecken wir Kunst auf der Straße oder gerade dort, wo wir es nicht vermuten. Kunst finden wir sogar in Kindergärten und in den Schulen. Jedes Bild an den Wänden, und sei es von einem noch so jungen Menschen mit wackeliger Hand gemalt, ist ein Ausdruck seiner Gedanken und Gefühle und damit Teil der eigenen Kommunikation dieses Menschen. Wenn wir ein Bild entdecken, es betrachten, dessen Sinn suchen und etwas darin zu verstehen glauben, dann kommunizieren wir mit dem Künstler. Natürlich interpretieren wir es nicht immer so, wie es der Künstler meinte, aber gerade das macht ein Kunstwerk so spannend. Wir diskutieren kontrovers, tauschen uns aus, wir kommunizieren miteinander.
Das Entdecken ist aber die Voraussetzung, um miteinander ins Gespräch zu kommen, um zu kommunizieren. Doch was wir verstecken, wird schwer zu entdecken sein. Deshalb ist Kunst etwas, was auf den Menschen zugehen muss, um ihn zu erreichen.
Ich gehe mit meinen Werken gerne auf die Menschen zu, setze mich ihrem Urteil und ihren Meinungen aus. Manch einem gefallen meine Werke auf dem ersten Blick. Manch einer geht ohne sie eines Blickes zu würdigen vorbei. Einmal - zweimal - vielleicht immer wieder, doch manchmal erfahre ich dabei etwas wunderbares, wenn ich - ohne erkannt zu werden - von am Bankschalter wartenden Menschen angesprochen werde: "Sehen Sie sich doch einmal dieses Bild dort an!" Menschen kommen ins Gespräch, wenn sie aus ihrem Alltag heraus auf Kunst stoßen. Genau deswegen stelle ich meine Werke gerne dort aus, wo sich Menschen begegnen, ohne vorsätzlich nach Kunst zu suchen. In Banken, Schulungs- und Geschäftsräumen, in Gaststätten und Ordinationen.
Im Alltag erreichen meine Bilder die Menschen, die vielleicht zuvor nicht einmal selbst wussten, dass sie einen künstlerischen Kanal in ihrer Seele haben. Besser gesagt: Ich erreiche Menschen, die ihr ureigenes Kunstinteresse vielleicht erst in dem Augenblick entdecken, wo sie mit einem Werk konfrontiert werden. Sie bemerken dann in sich etwas eigenartiges: Ein innerer Dialog beginnt sie zu fesseln. Und wenn das geschieht, dann hat Kunst ihren Zweck erfüllt. Dann hat mein Werk den Menschen erreicht.
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